Konflikt & Kontrolle: Dschihadisten, Militärregime und internationale Interessen im Sahel
Shownotes
Der Sahel steht an einem geopolitischen Wendepunkt: Militärregime festigen ihre Macht, neue Allianzen entstehen – und internationale Akteure wie die USA, Russland, die Türkei und die Golfstaaten bauen ihren Einfluss gezielt aus. Während sich einige Staaten vom Westen abwenden, verschieben sich die Kräfteverhältnisse in einer ohnehin fragilen Region spürbar.
Die Region gilt inzwischen als globales Epizentrum des Terrorismus. Mehr als die Hälfte aller terrorbedingten Todesfälle weltweit entfällt auf den Sahel. Terrororganisationen breiten sich weiter aus – und bedrohen zunehmend auch die stabileren Küstenländer Westafrikas.
Gleichzeitig wachsen die strukturellen Spannungen: In den fünf Kern-Sahelländern Burkina Faso, Tschad, Mali, Niger und Mauretanien leben heute rund 100 Millionen Menschen, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 17,7 Jahren, die Geburtenrate bei fünf bis sieben Kindern pro Frau.
Mali, Niger und Burkina Faso rücken enger zusammen und bauen eine gemeinsame Militärallianz auf.
Was bedeutet diese neue Allianz für die Sicherheit im Sahel? Welche Interessen verfolgen externe Akteure – und welche Folgen hat das für die Region und Europa?
Darüber spricht Magdalena Falkner mit Ulf Laessing, Leiter des Regionalprogramms Sahel der Konrad-Adenauer-Stiftung mit Sitz in Bamako.
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00:00:04: Es ist noch dunkel in Niamay.
00:00:15: Plötzlich Motorengeräusche, Schüsse, Explosionen.
00:00:19: bewaffnete Kämpfer greifen mit Schusswaffen und Drohnen den internationalen Flughafen sowie die angrenzende Luftwaffenbasis an.
00:00:27: Der sogenannte islamische Staat reklamiert den Angriff am neunundzwanzigten Januar diesen Jahres für sich.
00:00:32: Zwanzig Angreifer werden getötet und vier niegrische Soldaten der Armee verletzt.
00:00:37: Der Angriff zeigt, die Sicherheitslage im Saal verschärft sich weiter.
00:00:42: Die Region gilt inzwischen als globales Epizentrum des Terrorismus – mehr als die Hälfte aller terrorbedingten Todesfälle weltweit entfallen auf den Sahel.
00:00:52: Terrororganisationen breiten sich weiter aus und bedrohen zunehmend auch die stabileren Küstenländer Westafrikas.
00:00:58: Gleichzeitig wachsen die strukturellen Spannungen.
00:01:01: In den fünf Kernseierländern Burkina Faso, Chatt, Mali, Niga und Mauritania leben heute rund hundert Millionen Menschen.
00:01:09: Die Geburtenrate liegt bei fünf bis sieben Kindern pro Frau das Durchschnittsalter bei siebzehn Komma Sieben Jahren.
00:01:15: Auch geopolitisch verschiebt sich die Lage.
00:01:18: Mali-Niga und Burkino Faso rücken enger zusammen und bauen eine gemeinsame Militärallianz auf.
00:01:24: Sie wenden sich zunehmend vom besten ab – und öffnen sich neuen Partnern!
00:01:29: Was bedeutet diese neue Allianz für die Sicherheit im Sahel?
00:01:32: Welche Rolle spielt die USA, Russland, die Türkei, die Golfstaaten und Europa vor Ort?
00:01:38: Über diese Fragen spreche ich heute mit Ulf Lessing.
00:01:41: Er leitet seit Dezember zwanzig-einundzwanzig das Regionallprogramm Sahel der Kronat Adenau Stiftung mit Sitz in Bamako.
00:01:48: Zuvor arbeitete er dreizehn Jahre als Auslandskorrespondent und Büroleiter der Nachrichtenagentur Reuters im Nahen Osten Nordafrika und Afrika Südlich der Sahara.
00:01:58: Ich bin jetzt mit Ulf Lessing verbunden.
00:02:00: Hallo Herr Lessing, schön dass wir heute sprechen können!
00:02:03: Ich hoffe die Verbindung hält.
00:02:05: Ja ich bin morgen Frau Falkender schön zu sprechen und vielen Dank für die Einladung.
00:02:09: Wir wollen heute über die grenzüberschreitenden Kooperationen von Scherdisten im Saal sprechen und die Interessen von verschiedenen Staaten in dieser Region.
00:02:17: Bevor wir uns den größeren Themen widmen gehen wir in ein kurzes Frage-und Antwortspiel.
00:02:22: Ich gebe Ihnen drei Halbsätze vor und Sie versuchen diese Sätze möglichst kurz zur vervollständigen.
00:02:26: Ordnung?
00:02:30: Wenn man den Saal heute in drei Worten beschreiben müsste, dann wäre das
00:02:35: Chaos, Instabilität und Armut.
00:02:39: Was im Westen über den Saale am häufigsten missverstanden wird ist
00:02:43: Ja es sind sehr arme Staaten sind die aber trotzdem geopolitisch sehr wichtig sind für Deutschland.
00:02:48: Der größte geopolitische Gewinner der aktuellen Entwicklung im Sahel ist
00:02:52: Russland.
00:02:53: Herr Lessing, beginnen wir mit der aktuellen Sicherheitslage.
00:02:56: der Angriff auf den Flughafen in Nihamei.
00:02:58: Im Januar diesen Jahres hat International Aufmerksamkeit erregt.
00:03:02: Was sagt dieser Anschlag in Niger über die aktuelle Stärke giardistischer Gruppen im Sahel aus?
00:03:08: Der Anschlag war ein Schock für viele weil das sehr komplex war ihnen mit Drohnen und Kämpfen Motorrädern mit genauen Ziel.
00:03:17: man wollte die Drohne der Nikrische Giro treffen, die dort gelagert sind.
00:03:22: Also es war sehr gut geplant und das war eine neue Dimension.
00:03:26: Man hat zum ersten Mal so lange wieder eine Hauptstadt angegriffen im Sahel und hatte offenbar sehr gute Informationen.
00:03:35: also man wusste genau wo die Drohnen in welchem Hangar sind und also es war ne sehr komplexe Sache.
00:03:40: bislang kannte man Diadisten hier dass sie so im ländlichen Gebieten sind.
00:03:46: Ähm, mein Dorf oder eine Amikasane für eins zwei Stunden einigmal wieder weg sind.
00:03:51: Das war ne neue Dimension der Qualität und zeigt auch dass da Grenze überschreiten gearbeitet wird.
00:03:57: Woher stammen die finanziellen Mittel für diese?
00:04:00: Naja im Vergleich zu früheren Anschlägen deutlich professionelleren Operationen.
00:04:05: Äh ja, die Journalisten haben den letzten... Zehn Jahre sehr viele Gebiete erobert, wo sie praktisch die Regierungsstelle man so sagen kann.
00:04:15: Sie erhebe Steuern auf Dorfgebwohner, auf Bauern, Viehörten und sie haben auch sehr viel Geld verdient mit Entführungen.
00:04:23: Die Entführung von Ausländern in den letzten ein zwei Jahren rasant gestiegen und da geht es halt um Millionen.
00:04:29: also die Kritikskasse der Jihadisten ist jetzt gut gefühlt.
00:04:34: Mali Niga und Burkina Faso haben ihre militärische Zusammenarbeit zuletzt deutlich vertieft.
00:04:40: Und sogar eine gemeinsame Truppe aufgebaut, alle drei Staaten werden derzeit von Militärregime regiert.
00:04:46: Welche strategischen Ziele verfolgen die Länder mit dieser Allianz?
00:04:50: Wie sieht diese grenzüberschreitende Kooperation konkret aus?
00:04:55: Die drei Staate sehen sich so als Bündnis gegen die frühe Kolonialmacht Frankreich auch allgemein gegen den Westen.
00:05:03: Diese Allianz ist so eine Art, wie die NATO.
00:05:06: Ein Angriff auf eins der drei Länder wird als Angriff an die anderen beiden gesehen.
00:05:11: Man will enger zusammenarbeiten.
00:05:13: Das ist zumindest die Absicht in der Praxis.
00:05:15: Es passiert nicht viel weil alle drei Länder im Kampf gegen Vierdisten stehen und kaum Kapazitäten frei haben.
00:05:22: Es gibt ein bisschen kernsüberschreitend Zusammenarbeit von Militärs.
00:05:27: Man hitt sich aus mit Drohnen aber es ist ja... ist eine Kooperation, die mehr auf dem Kapier existiert als eine Realität.
00:05:36: Warum entschliesst man sich dann so eine Allianz zu gründen?
00:05:40: Man sieht es sich als Teil der Legitimationen aus den drei Militärregierung gegen Frankreich und Europa.
00:05:47: Man sieht sich als Partner von Russland und das ist mehr ein politisches Bündnis dass der Bevölkerung zeigt, wir haben hier was Eigenes gemacht ohne Frankreich.
00:05:57: Die vor Kolonialmacht, die sehr dominant hier war und es hat eine politische symbolische Bedeutung.
00:06:07: In der Praxis ist dafür wenig so bei praktischen Zeichen einer Gruppe sonst aber das ist halt ein politisches Signal und Teil der Legitimation dieser Regime.
00:06:17: Wir wollen ja heute über Akteure sprechen, die vor Ort aktiv sind.
00:06:20: Die US-Regierung zeigte lange kaum Interesse an dieser Region.
00:06:24: Das islamistische Terroristen dort einen Einflussgewinn verändert aber die Lage.
00:06:28: Im Februar zwanzig sechsundzwanzig entsendete das US-Ausministerium Nick Checker den Leiter seines Afrika Büros nach Mali in die Hauptstadt, der sollte einen neuen Kurs in den Beziehungen einleiten.
00:06:40: Fragen Sie – was sind die aktuellen Ziele der USA?
00:06:45: Ja, das ist tatsächlich so ein Rätsel.
00:06:48: Zum einen muss man sagen was die USA weiterhin an Terrorismusbekämpfung auch unter Trump Interesse haben sind auch in Benin.
00:06:55: Das ist den Start in der Südde von Mali.
00:06:59: Also da weiter haben wir in der Armee engagiert, es ist ein Programm, das begann schon der beiden Regierungen.
00:07:03: also sie haben jetzt Aktuell Truppen nach Nigeria geschickt um dort die Regierung so ein bisschen zu berufen um Geodist zu bekämpfen weil das ist grundsätzlich ein Interesse der USA und der Antiterror-Kampf Bekämpfung weiterzumachen.
00:07:16: Wie im Sahel, da das haben auch viele Rätseln was das soll.
00:07:20: Irgendjemand muss Trump erzählt haben dass es sehr viel Gold hier gibt.
00:07:23: also da wird immer so der Zusammenhang gesehen dass die USA bieten mehr Terrorismusbekämpfe an.
00:07:31: sie haben wir auch angeboten dass man Jihadisten Anführer irgendwie per Luftangriff töten könne und Sie hoffen wohl, dass sie auch bisschen so Zugriff auf Rohstoffe bekommen.
00:07:42: Es gibt ein kleines Investment einer in Amerika ansässigen Firma jetzt zum ersten Mal seit.
00:07:48: Menschen gedenken hier an einer Golfmine.
00:07:51: Das scheint so ein bisschen die Idee zu sein aber ob das jetzt der Fieber rauskommt weiß ich nicht.
00:07:56: aber klar ist die Amerikaner gehen ja also pragmatisch vor.
00:08:00: Sie haben kein Problem was Russland da ist und man kann es auch positiv sehen.
00:08:05: Europa ist sehr blockiert.
00:08:07: Es wurde sehr stark von Frankreich dominiert.
00:08:10: Deutschland, Italien und andere wollen auch im Saal machen aber auch nicht die Franzosen verärgern.
00:08:14: Insofern passiert da am Ende gar nichts.
00:08:17: Die USA machen wenigstens ein bisschen was und versuchen mit Antiterror-Bekämpfung ja auch auf bisschen zu helfen.
00:08:24: ob das jetzt viel expandiert ist eine andere Frage.
00:08:27: Einen Motiv könnte auch sein der Niga wo letztes Jahr einen amerikanischer Pilot entführt.
00:08:33: Wer ist wohl vom islamischen Staat versteppt worden?
00:08:36: Das ist möglicherweise auch eine der Gründe, warum die USA jetzt hier mehr Kontaktsuche um da vielleicht eine Freilassung auf die Weise zustande zu bringen.
00:08:46: In den Saalländern breitet sich immer mehr der konservative Islam aus.
00:08:50: in Moscheen und Schulen, die primär mit Geldern aus den Golfstaaten gefördert wurden werden westliche Normen zunehmend infrage gestellt und verstärkt Positionen vertreten, die einer Anwendung islamischen Rechts befürworten.
00:09:03: Wie äußert sich das im Alltag?
00:09:04: Also Stichwort Ganzkörperschleier bei Frauen, Finanzierung von Moscheebauten und Gebietsräumen etc.
00:09:11: berichten Sie uns gerne?
00:09:12: Ja in der Tat die Salafisten, die eben viel aus Saudi Arabien anderen Grönstaaten Gelder bekommen haben ja seit schon dreißigvierzig Jahren sehr viele Fortschröte gemacht.
00:09:25: Das ist ein sehr toleranter Islam, der auch wie so zu viele Elemente hat.
00:09:29: also viele Frauen sind eigentlich hier haben keinen Ganzkörperschleiern, haben eher bunte Kopfzieher auf.
00:09:37: Das hat sich jetzt doch gewandelt.
00:09:39: Zwar spielen die Niedermerkmann, das gibt es in jedem Hotel um die Gebetsräume.
00:09:44: Es gibt auch in Mali viele Schulen, die zwar der staatlichen Curriculum machen und das aber auch farabisch anbieten.
00:09:51: Die Salafisten sind eigentlich die eigenen Gewinner.
00:09:53: Man widdet ja viel, dass Russland hier Verbündete gemacht hat.
00:09:56: Das ist alles richtig!
00:09:57: Das ist dann so eine Elite-Partnerschaft zur Bevölkerung macht schon einen Schritt zu einem mehr konservativen Islam, auch weil sie eben sehen.
00:10:04: Die Staaten bieten ihnen sehr wenig.
00:10:07: die Jihadisten sind sehr erfolgreich man kann sie nicht ignorieren und ja und man hat sich auch kulturell ein bisschen angegnert.
00:10:14: Wir wissen die Eliten in Mali oder Burkina Faso wenden sich von Europa unter ehemaligen Kolonialmacht Frankreich ab wo sie häufig studiert hatten und besinnen sich auf ihre muslimischen Wurzeln.
00:10:24: Viele verbringen jetzt ihre Urlaube- oder Geschäftsreisen in der Türkei.
00:10:30: Was erwarten sich die Golfstaaten von ihrer Präsenz in der Seilregion?
00:10:34: Bei einem Vereinigteim Arabischen, den wir raten.
00:10:37: Die sind sehr stark im Sudan-Krieg engagiert und unterstützen da eine Kriegsfraktion diese Rappezupportforce.
00:10:44: Die versuchen hier mit so Investmentspartnerschaften wie man zum Teil sieht auch ein Burkina Faso sicherlich politische Unterstützung für ihre Haltung im Sudanklick zu haben.
00:10:54: bei den anderen hier mit Saudi Arabien und Qatar, die haben ja auch Botschaften in Mali.
00:10:59: Da ist sehr einfach es nicht so dass sie vom Staatswegen sehr viel machen würden aber es finden halt immer wieder diese inoffiziellen Partnerschaftensstatuen eben die dann den einen Salafistischen Islam vorantreiben.
00:11:12: also das ist so ein bisschen das das sieht.
00:11:14: man weiß mal nicht genau ob der Staat dahinter steckt aber sind zumindest ja sind religiöse Gruppen aus dem beiden anderen Golfstaaten sehr aktiv sind und eben ja das Ziel eines eigentlich eher konservativen Islam hier haben.
00:11:29: Ein großer Profiteur ist ebenfalls die Türkei, Hauptziel für Ankara ist es für die heimischen Firmenaufträge im Ausland zu besorgen.
00:11:36: Also türkische Baufirme haben etwa in Niger's Hauptstadt einen Flughafen-Terminal und mehrere Hotels gebaut.
00:11:42: Türkisch Airlines fliegt diese Allende an aus denen sich Air France aus politischen Gründen zurückziehen musste.
00:11:47: Und in jüngster Zeit verkauft die Türkei im Saal Drohnen und bietet mithilfe von Sicherheitsfirmen Trainings für Soldaten an, die eben früher von EU-Staaten geschult wurden.
00:11:57: Was ist Ihr Eindruck der türkischen Präsenz in der Saalregion?
00:12:01: Die Türkeis sind ja ganz große Gewinner.
00:12:03: Zum einen haben sie militärische Güter, die gebraucht werden.
00:12:07: Die Franzosen abgezogen sind.
00:12:09: Die Entflugzeugen werden sehr stark drohnen benutzt nicht nur von den Jihadisten auch von den Regierungen.
00:12:14: da ist die Türkeein Marktführer hat allen Nändern hier Dronen verkauft und bietet gleichzeitig eben auch kommerzielle Partnerschaften an.
00:12:24: Hier haben wir schon erwähnt, türkische Baufirmen sind sehr aktiv.
00:12:28: Es ist eine Chance einfach diese schwäche Phase in der Türkei in den letzten zehn Jahren einen starken Währungsverfall wieder gut zu machen, indem man hier mehr Geschäfte macht.
00:12:38: Die Türkeis sieht Afrika und auch den Saal als Wachstumsregion Und türkisch Erder hat auch das ganze Karazid überall hinzufliegen.
00:12:47: Das ist auch sozusagen meine Zurzeit-Lebensversicherung, dass ich hier noch bin und weiß, dass türkische Erder uns immer fieden will.
00:12:53: Auch wenn die Viehjahr kaum voll sind häufig – das ist einfach eine politische Entscheidung!
00:12:57: Wenn man über diese Region spricht muss man auch bei Russland sprechen deren Einfluss in den letzten Jahren starke gestiegen ist.
00:13:04: Sie haben ganz zu Beginn des Podcasts ja auch schon Russland als größten geopolitischen Gewinner benannt.
00:13:11: Welche Rolle spielen Akteure wie die Wagnergruppe bzw.
00:13:14: jetzt das sogenannte Afrika-Kor tatsächlich im Alltag vor Ort?
00:13:18: Eher stabilisierend aus Sicht der Regierungen oder eher destabilisierende Aus Sicht der Zivilbevölkerung?
00:13:25: Ja, also Russland ist auf das Militärische fokussiert.
00:13:29: Die Länder brauchten Hilfe bei den Jihadistenkämpfern und Europa Wollt ihr eben nicht aktiv mitkämpfen, sondern nur Ausbildung machen.
00:13:37: Das haben mal die Russen als Chance gesehen.
00:13:41: Er sind mit der Wagnergruppe gekommen und ja, das ist eine Sicherheitspartnerschaft.
00:13:46: Aus Sicht der Regierung kämpfen sie eben gegen die Jihadisten aber sie kämpfen sehr brutal.
00:13:51: Es gibt immer wieder Massaker an Zivilbevölkerung Und es sind auch sehr viele Menschen geflohen mehr als über hundertfünfzigtausend letzten zwei Jahren nach Mauritania Die ganz klar vor den Russen fliehen nicht zwischen Jihadistinnen und Zivil-Bevölkerungen unterscheiden.
00:14:08: Und da sieht man eben auch eine Rolle von Russland bei Migrationen.
00:14:13: Also es geht's bei von Mauritania, die meisten mal der beim da aber sind auch einige Stunden Europa angekommen.
00:14:19: Von Mauritanie ist nicht weit nach den kanarischen Inseln, die zu Spanien gehören per Boot.
00:14:25: Da sind die Malen ja auch schon.
00:14:26: und dann den Top drei Anastasialitäten, die ankommen.
00:14:30: Da sieht man natürlich dass das Russland sicherlich aus seiner Sicht Europa hier schaden will, durch diese Votalität und eben sehr viel Desinformationen auch.
00:14:40: Also das kann man auch sagen versucht mit Influenz haben viele Stimmung gegen Europa zu machen um seine Position in der Ukraine-Inversion so durchzusetzen.
00:14:54: Was sind es genau für Multiplikatoren?
00:14:56: Ja, Russland hat eine sogenannte Nachricht und ein Tor gegründet.
00:15:00: Afrika Initiative, die sich speziell solche Inhalte anbietet, wo mit Fake News viel Bestimmung in Europa gemacht wird.
00:15:08: Und dafür nutzen sie so einen Netzwerk von drei, vier Influencern an ganz Afrika.
00:15:15: also da sind die sehr gut organisiert.
00:15:17: das geht noch auf die Wagner Gruppe zurück.
00:15:20: Damit hatten sie angefangen, auch in Amerika versucht die Wahlen zu beeinflussen.
00:15:24: Und jetzt sind die gleichen Leute tätig hier um das in Afrika zu machen.
00:15:29: Sie haben es vorhin schon erwähnt Europa hat riesige Summen in klassische Entwicklungsprojekte und militärische Kooperationen im Saal investiert.
00:15:36: Ziel war es einen Staatsverfall und Vormarsch von Scherdisten in einer Region zu stoppen durch die die Hauptrouten für Armutsmigration nach Nordafrika und Europa verlaufen.
00:15:46: Heute ist klar ein Misserfolg.
00:15:49: Viele dieser Regierungen haben westliche Truppen aus ihren Ländern gedrängt.
00:15:53: Fragen Sie, warum ist das Verhältnis zum Westen so stark beschädigt?
00:15:57: Wie geht es weiter in der europäischen Debatte bezüglich der Seilregion?
00:16:01: Ja also der Hauptakteur war immer Frankreicher.
00:16:04: die haben sehr viel gemacht und haben hier auch formalin militärisch gerettet im Jahr zehntreizehn aber waren immer sehr unbeliebt eben als ehemalige Kolonialmacht die stark in Innenpolitik eingegissen hat.
00:16:15: Früher war häufig der französische Botschafter wichtig als Präsident, der über Kami-Netzentiller entschied.
00:16:24: Da hat sich sehr viel Frust aufgestaut.
00:16:26: und diesen erzwungenen Abzug der Franzosen ist das europäisch Engagement auch nicht wieder in Gang gekommen.
00:16:34: Aus dem Einfangenbrunnen bei Frankreich will nicht dass jemand anders jetzt viel macht.
00:16:39: Italien möchte sich mehr engagieren.
00:16:40: die machen auch haben es wieder.
00:16:43: Kooperationen mit den Militärregierungen sind aber dann alleine zu schwach, um dieses W-Tof in Frankreich immer zu überwenden.
00:16:52: Andere Länder wie Deutschland und Spanien wollen auch hier mehr machen, aber eben keine Konfrontation mit Präsident Macron gesliskieren, weil man auch halt Frankreich jetzt verandert ist.
00:17:02: Es gibt dazu viel Kläge und Krisen aktuell, dass der Saal einfach nicht wichtig genug.
00:17:08: Wir machen noch einen kurzen Abstecher in ein anderes Thema und zwar widmen wir uns auch noch dem Klima, weil es doch auch einen Anteil daran hat dass sich Konflikte vor Ort zusätzlich verschärfen.
00:17:17: Die Region ist schwer betroffen vom Klimawandel.
00:17:20: die Temperaturen steigen hier rund eineinhalb mal schneller als im globalen Schnitt.
00:17:24: Der Wettbewerb um Land und Wasser wird existenziell.
00:17:28: Das Paradoxe daran ist, dass einige Klimamodelle zeigen, das der Klimawandel mehr Regen in die Saalzone bringen könnte – teilweise bis zu fünfzig Prozent mehr Niederschlagbietz etwa zwanzig vierzig.
00:17:38: Das könnte einerseits Chancen für die Landwirtschaft bieten, andererseits könnten damit auch viele Überschwemmungen einhergehen.
00:17:44: Wie gehen die Menschen vor Ort mit dieser Info um?
00:17:47: Ja, das ist ganz paradoxes!
00:17:49: Diese Hitze, die immer schlimmer wird und immer weniger regnet.
00:17:53: Dann kommt aber Regen wirklich im Sinnflut.
00:17:57: Also wir haben regelmäßig hier über Schwemmungen, wo ganze Stadtteile zerstört werden und ja das ist kein Vergleich mit irgendwelchen Hochwasser auf dem Rhein.
00:18:08: Das ist ganz brutal.
00:18:10: und bei diesem Widerspruch dass es entweder zu wenig Wasser gibt oder eben viel zuviel und das jetzt zu nutzen Es ist sehr schwierig und die Nenner sind irgendwie sagen überdurchschnittlich vom Kiewernwandel betroffen.
00:18:25: Die Temperaturen steigen schneller als in anderen Regionen, und die Wüste, die ja eigentlich mal im Norden war kommt immer weiter Richtung Süden.
00:18:33: Das sorgt dann auch viel mehr zu Verteidungskämpfen.
00:18:36: also die Viehörten müssen immer weiter nach Süden gehen wo die noch furchtbarer Ackerland ist.
00:18:42: das gibt da viele Konflikte mit Bauern Und ja, das treibt dann auch diesen Jadisten-Konflikt an.
00:18:48: Weil die Jadistinnen sehr stark sich auf die Viehhilfe konzentrieren und sagen kommt sie uns wir helfen euch also der Kinderwandel hat hier eine einschneidende Wirkung und macht den Konflikt noch schlimmer.
00:19:02: Die afrikanischen Staaten versuchen, die Ausbreitung der Wüste zu stoppen.
00:19:07: Dafür wird eine grüne Mauer genannt The Great Green Wall aus Bäumen und Vegetation quer durch die komplette Saalzone angelegt.
00:19:15: Das ist das größte Umweltprojekt Afrikas und soll eben präventiv gegen Hungerkrisen helfen.
00:19:21: Was tut sich hier bei diesem Projekt?
00:19:23: Und geht es voran?
00:19:25: Ja also mal eindockt dass es nicht voran geht.
00:19:28: Auch deswegen war eben die Unsicherheit immer mehr zunimmt.
00:19:31: Jetzt ist eben schon Südmali, wo diese Green Gold durchgehen sollte auch schon nicht mehr sicher.
00:19:37: Der Staat hat immer mehr zu sagen Gehridisten breiten sich immer mehr auf.
00:19:41: also da gibt es aus meiner Sicht keine Fortschritte weil die die staatliche Kontrolle in all diesen Ländern dann immer mehr nachlässt und ganze Landstriche.
00:19:52: Es sind dann irgendwie so Halb von der Regierung regiert oder halb von den Jihadisten.
00:19:57: Da kann man sehr wenig so kaum noch Entwicklungsarbeit machen, wie ist die Sicherheitslage einfach zu schlecht?
00:20:05: Letzte Frage an Sie Herr Lessing ein Korrespondent der Deutschen Welle ist in Niga im Januar zwanzig sechsundzwanzig festgenommen worden.
00:20:12: Was macht das mit Ihnen wenn sie solche Schlagzeilen verfolgen?
00:20:15: Wie fühlt sich es für Sie an vor Ort zu berichten?
00:20:19: Ja, ich bin ja Selbstjournalist.
00:20:20: Das ist eine sehr traurige Entwicklung.
00:20:22: als ich hier ankam Ende einundzwanzig da konnte man sich schon noch recht frei so äußern zu Dingen und auch in Niga bis zum Putsch Mitte dreiundzwanzeig Da konnten wir sich wirklich sehr fei war aktuelle Themen auch den Präsidenten kompetisieren austauschen das es sei der alles weg.
00:20:41: Die Regierung haben diese Militärung versprochen, die Sicherheitslage zu verbessern.
00:20:45: Das ist ziemlich gelungen und sie regieren da eben jetzt mit einer Welle von Repressionen in die jegliche Gegenmeinsfreiheit vorgehen, so teilt-intolerant sind ihnen leider auch immer mehr Journalisten dann einsperren oder eben de facto ein Berufsverbot
00:21:00: erteilen.".
00:21:01: Ja, vielen Dank.
00:21:09: Falkner hat mir sehr spaßbar das gut, dass wir die Gelegenheit hatten nochmal diese Region zu beleuchten.
00:21:15: Es sind ja derzeit so viele Krisen mit Iran und sonst was Ukraine ... Die Region sei es ein bisschen Vergessenheit geraten aber das ist eine gute Gelegenkeit, das wieder etwas aktueller zu präsentieren.
00:21:27: Vielen Dank dafür!
00:21:30: Damit sind wir am Ende dieser Folge.
00:21:31: Wir haben heute einen Blick auf eine Region geworfen, die oft weit weg erscheint, deren Entwicklungen aber enorme Auswirkungen haben.
00:21:39: Der Saal ist heute ein Brennpunkt internationaler Sicherheitspolitik, schihadistische Gruppen werden stärker, Staaten kooperieren militärisch miteinander und gleichzeitig verschieben sich die geopolitischen Allianzen.
00:21:51: Russland, die Türkei, die Golfstaaten – doch die USR versuchen ihren Einfluss auszubauen, während das Verhältnis Pielersaal in den Westen brüchig wird.
00:22:00: Gleichzeitig kämpfen Millionen Menschen vor Ort mit ganz grundlegenden Herausforderungen.
00:22:05: Klimawandel, Ressourcenknappheit und fehlender staatlicher Sicherheit.
00:22:10: Ulf Lessing und ich haben heute am fünfundzwanzigsten März, zwanzig sechsundzwanzigt gesprochen – das Ganze ist eine Produktion der Konrad-Adenauer Stiftung!
00:22:18: Ich bedanke mich fürs Zuhören und freue mich wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder dabei seid.
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